Karsamstag 2002 Karsamstag 2002


Karsamstag 2002



Der Karsamstag, oder auch Ostersamstag genannt, ist der erste Tag nach Jesu Tod und der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.

Der Sabbat ist der jüdische Ruhetag. An diesem Tag darf nicht gearbeitet werden. Deswegen mußte Jesus noch am Freitag beerdigt werden. Am Karsamstag wurden Wachen vor dem Grab von Jesus positioniert. Sie sollten darauf achten, daß der Leichnam nicht gestohlen wird und so die Aussage im Land verkündet werden kann, daß Jesu auferstanden sei.

Am Karsamstag wurde aber nicht nur Jesus für tot erklä,rt, sondern auch die Hoffnung auf einen Retter begraben. Denn am Karsamstag versteckten sich die Jünger aus Angst selbst am Kreuz hingerichtet zu werden. Dieser Tag der Depression besiegelte bei vielen Menschen den Glauben an einen neuen Anfang. Symbolisch kann man für den Karsamstag sagen, dass trotz der hoffnungslosen Lage das Leben weitergeht und bessere Tage folgen, wie die Auferstehung Jesu deutlich macht.

Brauchtum: In Neunkirchen im Oberpinzgau kommt eine Truhenratsche während der "glockenlosen" Zeit zwischen Gründonnerstag und Karsamstag zu Ehren die auf einem Handwagen von den Messdienern durch den Ort gezogen wird. In Saarwellingen gehen die Messdiener am Karsamstag kläppern und Eier sammeln. In Weismain-Geutenreuth wird von Gründonnerstag bis Karsamstag geschnattert und geratscht.